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Darmspiegelung für Frauen jetzt schon ab 50

Eine Frau hält eine Papier-Nachbildung des Darms vor ihrem Unterleib.

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Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Die Koloskopie ist die zuverlässigste Methode zur Früherkennung. Ab 2025 können Frauen sie bereits mit 50 Jahren kostenlos nutzen. Erfahre, welche Möglichkeiten es gibt und warum Vorsorge so wichtig ist.

01.04.2025

Fotos: Adobe Stock/LIGHTFIELD STUDIOS, Adobe Stock/benjaminnolte

Eine gute Nachricht für Frauen ab 50: Ab April 2025 steht ihnen die Darmspiegelung (Koloskopie) zur Früherkennung von Darmkrebs bereits fünf Jahre früher zu – genauso wie Männern. Frauen haben nun ab ihrem 50. Geburtstag die Möglichkeit, die Untersuchung zweimal im Abstand von zehn Jahren durchführen zu lassen.

Bisher galt diese Regelung nur für Männer, während Frauen erst ab 55 Jahren Anspruch darauf hatten. Grundlage für die bisherige Unterscheidung waren frühere Daten, die ein höheres Erkrankungsrisiko bei Männern gezeigt hatten. Eine aktuelle Recherche kam nun zu dem Ergebnis, dass die Empfehlungen zur Darmkrebs-Früherkennung keine Unterschiede nach Alter oder Geschlecht enthalten sollten. Damit wird die Darmkrebs-Früherkennung einheitlich und damit einfacher geregelt.

Stuhltest als Alternative

Wer keine Darmspiegelung machen möchte, kann sich alternativ für einen Stuhltest entscheiden. Dieser untersucht, ob sich nicht sichtbares – so genanntes „okkultes“ – Blut im Stuhl befindet, was ein Hinweis auf Darmpolypen oder Tumore sein kann.

Auch das Intervall für den Stuhltest wird vereinheitlicht. Ab 50 Jahren kann dieser Test alle zwei Jahre durchgeführt werden – von Männern und Frauen. Falls Auffälligkeiten festgestellt werden, wird eine Darmspiegelung zur weiteren Abklärung empfohlen.

Eine Frau füllt in einer Arztpraxis mit Hilfe einer Angestellten einen Fragebogen aus.
Frauen steht bereits ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig eine Koloskopie zu: Wenn die erste Darmspiegelung keinen auffälligen Befund zeigt, reicht eine Wiederholung nach zehn Jahren.

Darmspiegelung als „Goldstandard“ der Früherkennung

Die Deutsche Krebsgesellschaft bezeichnet die Koloskopie als den Goldstandard in der Darmkrebsvorsorge. Im Vergleich zum Stuhltest ist sie noch zuverlässiger, da sie nicht nur Veränderungen frühzeitig erkennt, sondern auch Krebsvorstufen direkt entfernt werden können. In fortgeschrittenem Alter ist dies umso wichtiger, da die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken mit zunehmendem Alter steigt.

Wie oft sollte eine Darmspiegelung durchgeführt werden?

Wenn die erste Darmspiegelung einen unauffälligen Befund zeigt, reicht eine Wiederholung nach zehn Jahren.

Wer auf eine zweite Darmspiegelung verzichtet, kann stattdessen weiterhin alle zwei Jahre einen Stuhltest machen. Falls dieser Auffälligkeiten zeigt, kann eine Koloskopie zur weiteren Abklärung erfolgen.

Erinnerung an Vorsorgeuntersuchungen

Früherkennung ist entscheidend: Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Die Bosch BKK informiert Versicherte per Brief oder elektronisches Postfach, sobald sie die Altersgrenze für eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung erreicht haben.

Eine Übersicht über alle Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gibt es hier: www.bosch-bkk.de/vorsorge.